15. SteineWAHN! – Tag 2

Tag 2
Vom Langen Lulatsch zum langen Abmarsch

Sonntagmorgen. Bestes Wetter (somit eigentlich gar keine idealen Bedingungen für einen Ausstellungsbesuch), aber wieder geht es bereits um Punkt 10 Uhr mächtig los.
Spoiler: bereits zur Kaffeezeit wird dann die Zahl von 2000 Besuchern, gerechnet auf beide Ausstellungstage, geknackt werden….
Im großen, ersten Raum flaniert erst einmal alles am bereits erwähnten, zentralen Blickfang, dem Funkturm-MOC vorbei. Erstbesucher sind dann daran zu erkennen, dass Sie gar nicht wissen, wohin die Blicke zuerst gehen sollen.

Eher routinierte Besucher des SteineWahns und anderer LEGO-Events hingegen steuern zielgerichtet ihre bevorzugten „Lieblingsecken“ an: Technic, StarWars Collabs, MoRast usw.
Und genau diese Routiniers zeigen sich dann verwirrt, da einiges zwischen unseren zwei Räumen diesmal ganz anders aufgeteilt war als in den Vorjahren. Man darf eben mit Gewohnheiten brechen (und außerdem konnten wir dadurch ein klein wenig Platzgewinn erzielen).

Letzten Endes soll der Besuch beim SteineWahn! ja auch immer kurzweilig für’s Auge sein und es wird ja auch ziemlich viel Wegstrecke zurückgelegt. Nicht selten hat dann trotzdem so mancher einige Details verpasst. Es ist nämlich wirklich VIEL zu sehen!
Als Austeller hat man selbst ja im Prinzip nur die Chance, sich am Samstag und Sonntag kurz vor 10:00 Uhr in Ruhe umzuschauen. Nur um dann im Nachhinein von Dingen erzählt zu bekommen, die einem selbst überhaupt nicht bemerkt hat…

Neben dem GeMo (Gemeinschafts-MOC) Collab mit Ratequiz waren auch die schier unglaublichen Varianten der Interpretation eines 2×4 Bricks zu bestaunen, die irrwitzigen Details in den zum Teil wieder sehr großen Collab-Dioramen undundund…
Sowohl aus eigener Beobachtung als auch nach Bericht anderer Aussteller waren unsere Besucher zum Teil sehr wissensdurstig. Auch der Sonntag verging dadurch mit vielen anregenden Gesprächen wie im Flug.
Tatsächlich schien mir das Ende des Ausstellungstages daher viel zu früh zu kommen („ Wer hat an der Uhr gedreht?“)… und die Abtransport-Hilfe stand auch schon eins, zwei fix vor der Tür (im Halteverbot, wie am Veranstaltungsort leider unvermeidbar).

Somit ergab sich eine perfekte Gelegenheit für den – nach unzureichender Transportsicherung, siehe Vorbericht– zweiten AfoL-GAU: rasch alles eingepackt, ins Auto geschoben und den „Park“Platz für den nächsten abräumenden Aussteller freigemacht.
Nur um dann unterwegs festzustellen, dass eine Kiste vor Ort vergessen worden ist. Also: nochmal umdrehen und zurück nach Tegel. Aber wie jeder von uns Turnbeutel-Vergessern ja schon aus der Schulzeit weiß: der Kopf ist ja – im Gegensatz zu einer Minifigur- fest angewachsen… und hat somit die Chance auf neue Patzer beim nächsten Mal.

In diesem Sinne: nach dem SteineWahn! ist vor dem SteineWahn!

Erschöpft, aber happy:
Euer
Michael (MRKBerlin)